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„Der Kirche vor Ort ein
Gesicht geben“
Unter dieser Überschrift
werden die Überlegungen
unserer Bistumsleitung zur
Zukunft der
Seelsorgeeinheiten
zusammengefasst. Zwei
Aspekte stehen im
Vordergrund: Das Bündeln der
Kräfte und die Nähe zu den
Menschen (konradsblatt
48/2011). Auf den ersten
Blick klingt das ganz schön!
Doch wohin steuert unsere
Kirche vor Ort wirklich?
Immer weniger Hauptamtliche
müssen immer mehr Aufgaben
in immer größeren
Seelsorgeeinheiten
bewältigen. Sie werden
zerrieben zwischen der
Notwendigkeit des
Managements und dem Wunsch
nach personaler Seelsorge –
und das ungeachtet ihres
Alters, ihrer physischen und
psychischen Belastbarkeit.
Ein Mitbruder von mir sprach
neulich sogar von
„mangelnder Fürsorgepflicht
seines Arbeitgebers“. Ein
Verwandter eines anderen,
inzwischen krank gewordenen
Priesters, charakterisierte
die „Amtskirche“ als „ein
System, in dem Menschen
einem Prinzip zum Opfer
fallen.“
Zum
Glück gibt es bei uns viele
Ehrenamtliche, die im Sinne
des Allgemeinen
Priestertums
Verantwortung übernehmen.
Wir hier vor Ort übertragen
ihnen dabei auch immer mehr
Aufgaben, die bisher dem
speziellen Priesteramt
vorbehalten waren. So finde
ich als Priester bei allem
notwendigen Management auch
noch Zeit für die Begegnung
mit Einzelnen. Im Grunde
genommen nähern wir uns als
Kirche vor Ort wieder der
Gestalt von Ortskirchen in
der Mitte des 1.
Jahrhunderts an, die noch
keine so ausschließende
Ämterfixierung kannten. Es
gibt eben das „Leben vor
Ort“, von dem der Freiburger
Moraltheologe Professor Dr.
Eberhard Schockenhoff sagt:
„Da ist häufiger eine
größere Vielfalt
anzutreffen, als das der
uniforme Blick von oben
erahnen lässt." (Badische
Zeitung 23.12.2011, S. 11).
Danken möchte ich auch den
älteren Priestern, die
bereit sind,
Eucharistiefeiern zu leiten.
So entsteht in unserer
Seelsorgeeinheit ein gutes
Miteinander. Auf diese Weise
geben wir alle zusammen der
Kirche vor Ort ein Gesicht.
An der Grußliste im Brief
des Paulus an die römische
Gemeinde (Kap. 16) erkennen
wir, wie viele einzelne
ihrer bzw. einer Gemeinde
ein Gesicht verleihen.
Paulus schreibt:
1 Ich empfehle euch
unsere Schwester Phöbe, die
Leiterin der Kirche
von Kenchreä.
3
Grüßt Priska und Aquila,
meine Mitarbeiter in
Christus Jesus,
5
Grüßt auch die Gemeinde, die
sich in ihrem Haus
versammelt.
Grüßt meinen
lieben Epänetus, …
6
Grüßt Maria, die für euch
viel Mühe auf sich genommen
hat.
7
Grüßt Andronikus und Junia …
sie sind angesehene Apostel
…
8
Grüßt Ampliatus, mit dem ich
im Herrn verbunden bin.
9
Grüßt Urbanus, unseren
Mitarbeiter in Christus, und
meinen lieben
Stachys.
10
Grüßt Apelles ... Grüßt das
ganze Haus des Aristobul.
11
Grüßt Herodion ... Grüßt
alle aus dem Haus des
Narzissus ...
12
Grüßt Tryphäna und Tryphosa,
die für den Herrn viel Mühe
auf sich
nehmen. Grüßt die liebe
Persis …
13
Grüßt Rufus … grüßt seine
Mutter, die auch mir zur
Mutter geworden
ist.
14
Grüßt Asynkritus, Phlegon,
Hermes, Patrobas, Hermas und
die Brüder ...
15
Grüßt Philologus und Julia,
Nereus und seine Schwester,
Olympas ...
16
Grüßt einander mit dem
heiligen Kuss. Es grüßen
euch alle
Gemeinden
Christi.
So
grüße ich auch Sie alle ganz
herzlich!
Klaus Zedtwitz
Sternsinger 2012: Es war
wieder toll. Weitere Infos
hier ...
Vielen Dank allen Spendern! |